Reform der Leistungssportförderung

Nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio wurden für die Periode 2017 bis 2020 mit allen olympischen und paralympischen Verbänden Zielvereinbarungen getroffen.

Olympische und paralympische Verbände
Insgesamt 30 Sommersportverbände und der Behindertensportverband haben ihre Regionalkonzepte bzw. Strukturpläne dem LSB NRW vorgelegt und mit allen Förderpartnern in NRW abgestimmt.
Für die Umsetzung der Konzepte erhielten die Fachverbände – aufgrund der seit dem 1. Januar 2017 bestehenden Reform der Leistungssportförderung – eine finanzielle Planungssicherheit bis 2020 durch die Förderbescheide des LSB NRW.

Weitere Informationen zum Thema

Drei bisher nicht olympische Fachverbände wurden ab 2017 neu als vorläufige Olympische Fachverbände in das Programm der Olympischen Spiele 2020 in Tokio aufgenommen: Bergsport, Karate sowie Base- und Softball.

Nicht olympische Verbände
Die nun gültige Reform hat auch zu einer Konzentration bei der Förderung der nicht olympischen Verbände geführt. Für die ab 2017 geförderten sieben nicht olympischen Verbände gilt als eine wesentliche Voraussetzung, dass der jeweilige Spitzenverband an den World Games teilnimmt.

Förderverfahren Leistungssport
Die Fachverbände wurden umfangreich über die Neuerungen des vereinfachten, datenbankbasierten Antrags-, Bewilligungs- und Verwendungsnachweisverfahrens informiert. An mehreren Schulungsterminen stand das mit dem Förderportal des LSB verbundene System im Mittelpunkt. Das Online-Verfahren hilft, die notwendigen Verwaltungsverfahren zu vereinfachen und somit die Fachverbände zu entlasten.

Anerkennung der Landesleistungsstützpunkte
Das Anerkennungsverfahren für die Landesleistungsstützpunkte in NRW ist mittlerweile abgeschlossen. Nach dem Konzentrationsprozess auf 41 geförderte olympische, paralympische und nicht olympische Fachverbände hat sich die Anzahl der Landesleistungsstützpunkte in NRW von 315 auf 260 Stützpunkte reduziert.

Leistungsdiagnostik
Bis Ende der Antragsfrist im Mai 2017 haben 13 Fachverbände die Möglichkeit genutzt, Anträge auf Förderung leistungsdiagnostischer Untersuchungen zu stellen. Davon wurden elf Anträge von einer Prüfkommission unter Beteiligung von Leistungsdiagnostikern der Olympiastützpunkte Westfalen und Rheinland bewilligt.